Personalentwicklung nach Maß – Das brauchen wir!

Jede/r kennt inzwischen das Schlagwort “Arbeiten 4.0”. Immer wieder hat der Personalrat darauf hingewiesen, dass auch im ZBS der Bedarf an Steuerungsfunktionen steigt und der Personalbedarf durch den Ruhestand zahlreicher Kolleg/innen dringender wird in den kommenden Jahren. Beides kommt nicht überraschend. Vielfach haben wir uns dazu auch mit Geschäftsführung und Verwaltungsrat ausgetauscht, gemeinsame Vorgehensweisen im Brainstorming entwickelt und doch zu wenig davon umgesetzt.Hinzu tritt ein immer stärker umkämpfter Markt für Fachkräfte in Deutschland. Das fehlende Personal über eine Ausschreibung zu besorgen, wird immer schwieriger. Entweder passt Ausbildung nicht zum Job, passen die Gehaltsvorstellungen nicht zum Vergütungstarifvertrag, oder die “Chemie” stimmt einfach nicht. Doch bis heute fehlt ein gemeinschaftlich von Geschäftsführung und Personalrat getragener Weg, die im Unternehmen “vergrabenen” Schätze zu heben. Denn es gibt sie auch bei uns: Menschen, die sich weiter entwickeln wollen, die bereit sind, zu lernen und neue Erfahrungen und eben “Karriere” zu machen für den Arbeitgeber ihrer Wahl. Doch außerhalb der klassischen Bewerbung, die erst einsetzt, wenn der Bedarf wirklich drängt, gibt es leider keinen einfachen Weg, sich für andere Aufgaben bei uns “ins Spiel” zu bringen. Solch einen “Markt der Möglichkeiten” mit klaren, fairen und rechtssicheren Wegen in einen neuen Job braucht es aber dringend, wenn wir die Aufgaben der Zukunft nachhaltig lösen wollen!

Aber es geht auch darum, wieder gut “in den Job” zu kommen, wenn man lange “draußen” war. Ob eine Elternzeit oder die Gesundheit: Auslöser für eine längere Pause von der Arbeit gibt es viele. Auch wenn wir den Einstieg oft erleichtern können mit flexiblen Teilzeitlösungen, Telearbeit und Homeoffice, so braucht es doch gerade für die Sachbearbeitung maßgeschneiderte Konzepte zur Vermittlung von Fachwissen. Wir finden beachtlich, dass theoretisch aktuell täglich Schulungen zur Sachbearbeitung mit eigenen Mitteln des Beitragsservice ausgerichtet werden. Trotzdem stoßen viele Menschen an ihre Grenzen und an die Grenzen des aktuell angebotenen Baukastensystems. Immer wieder kommt es vor, dass mal ein Tag ausfallen muss, weil man selbst “flach” liegt oder ein Kind, weil man Urlaub nimmt oder nicht an jedem Wochentag arbeitet. Wenn das automatisch bedeutet, dass sich die Ausbildung bis zur vollen Einsatzfähigkeit im Job sofort um mehrere Wochen verlängert und man “auf der Stelle steht”, brauchen wir maßgeschneiderte Alternativen. Wir fordern deshalb: der Baukasten muss zum realen Leben passen und nicht umgekehrt!

“Wir-Gefühl”, “Zusammenhalt”, “Respekt im Umgang”, “Toleranz”, “Resilienz”, “Engagement und Einsatz” – das sind nur einige wenige Schlagworte einer neuen Zeit, in der dem Verhalten des Einzelnen zusammen mit der Forderung nach mehr Selbständigkeit in Arbeit und Entscheidung immer größere Bedeutung zukommt auch in der Gesamtbewertung der Arbeitsleistung. Und gerade das Betriebsklima und das Miteinander sind von diesem Verhalten in der täglichen Arbeit geprägt. Bis heute gilt hier wie dort der unseren Kindertagen entlehnte Spruch “Von nichts kommt nichts!”. Das meint nicht nur “Vorleben von Verhalten”, sondern auch Einübung und Schulung von Verhalten. Doch gerade auf diesem Gebiet liegt der Beitragsservice seit Jahren brach. Maßnahmen zur Teamentwicklung sind teuer und selten geworden und Workshops und Schulungen des Miteinanders kosten Geld und fehlen seit Jahren gänzlich in unserem betrieblichen Alltag. Das muss anders werden! Wer eine entwickelte Kommunikation im Betrieb will, muss investieren!

All das sind Vorschläge für Investitionen in eine gemeinsame Zukunft. Das ist langfristig gedacht und nachhaltig! Wir als Liste der VRFF finden – das ist “Nachhaltig, für Dich, für alle!”.

Dafür am 27. Mai 2020 – Deine Stimme für Liste 1 der VRFF!

Personalentwicklung nach Maß – Das brauchen wir!