„Vielfalt“ in weiß und männlich?

06.10.2021/VRFF-Gender/FB/Köln: Gut ist es, wenn Genderthemen die nötige mediale Aufmerksamkeit erlangen. Das war am Dienstag der Fall in Bezug auf die Veröffentlichung einer neuen Studie der Uni Rostock. Im Auftrag der MaLisa-Stiftung ging es um die Frage, ob sich das verheerende Bild zur Vielfalt, das eine Vorgängerstudie 2017 über die deutschen Medien gezeichnet hatte, verbessert hat. 

Viel ist nicht passiert, zumindest nicht im non-fiktionalen Bereich. Deutlich besser dagegen sieht’s inzwischen bei den fiktionalen Inhalten aus. Und so sucht ihr also weiterhin nahezu vergeblich nach Frau, Queer oder Transgender in der Flimmerkiste. 

Der TV-Bildschirm – ein Abbild der Vielfalt unserer Gesellschaft? Fehlanzeige! Männlich und weiß dominiert das Geschehen.

Ändern soll sich was daran in Zukunft auch bei den Öffentlich-Rechtlichen, die mit dem Duo Schlesinger-Bellut 50/50 prominent vertreten waren auf einer Panel-Diskussion zur Studienveröffentlichung.

Viel Arbeit also noch für ARD, ZDF und alle anderen bis Vielfalt in der ersten Reihe sitzt und nicht „weiß und männlich“.

Wir helfen gern dabei mit einer Gewerkschaftspolitik für mehr Frauen, mehr Queer und mehr Transgender in den Führungsetagen der Häuser. Denn da fängt sie an – die Vielfalt.

Seht dazu auch unseren kurzen (und ersten) Videopodcast:

Hier der Link zu aktuellen Informationen zur Studie:

http://malisastiftung.org/fortschrittsstudie-audiovisuelle-diversitaet-ergebnisse-tv-deutschland/

Und hier der Link zum Mitschnitt der Diskussion:

https://malisastiftung.org/stream/

„Vielfalt“ in weiß und männlich?